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Mine Omi – ERSTE in der WOMAN

Deckblatt der aktuellen Woman  –>  Frauen zwischen 17 und 94.

Guess who´s 94  &  in der Woman? Richtig, s´Omile & so kam´s dazu.

Meine Familie ist und war irgendwie immer schon „anders“ oder sagen wir doch lieber besonders. Manches haben wir nie gemacht, manch Unübliches ganz oft und bei manchen Dingen war eine von uns 3 Frauen ERSTE. Wer? Überraschung – definitiv NICHT ich.

s´Omile – die Vorreiterin.

Zum Beispiel die Art & Weise auf Urlaub zu gehen. Mama & ich – wir fuhren mit dem Auto und Freunden macnhmal nach Italien oder halt ins Burgenland – in den Seewinkel, die Heimat meines Papas. Überhaupt war mein erster Flug nach Griechenland im Alter von 17 Jahren. Meine Mum ist überhaupt nie in ihrem Leben gefolgen. Irgendwann – ich glaub ich war so im Hauptschulalter – kam das Omile nachhause und sagte: „so, i flüg in Urlaub mit da Pensionischta“. Mama = Panik. „Jo bischt denn du wahnsinnig“ Dunkel kann ich mich daran erinnern, dass meine Omi auf ihre Ängste meist mit sanfter Stimme geantwortet hat: „koa Angscht, i lass da Schutzengl mit ischtiga, denn passiert sihr nüt“. Ab dem Zeitpunkt machte sie gefühlt fast jährlich eine Flugreise mit dem Pensionistenverband.

Es kommt noch besser.

Ach ja – das wäre dann aber auch zu normal gewesen für sie. Selbstverständlich nicht als Fluggast, sondern vielmehr als Reiseleiterin. Und ich kann euch eines sagen, ich habe es geliebt als Kind. Sie hat gebastelt, Sitzkärtchen gezeichnet deren Bändchenlänge genau abgemessen war und über das Nackenkopfteil eines Reisebus- oder Flugzeugsitzes passte. Sie hat Witze geschrieben und Gedichte, die sie dann auch äusserst glaubwürdig vorgetragen hat. Davon konnte ich mich nämlich bei den unzähligen Proben in ihrer Küche, bei der ich Zuschauer spielen durfte, überzeugen.

Und dann war da noch der Theaterverein.

Die Theatergruppe war neben der Reiseleitung ihr zweiter „Hauptberuf“ beim Pensionistenverband. Dort zersprang mein Herz dann immer voller Stolz bei der Generalprobe wenn alles klappte. Denn bis dahin konnte ich ja auch schon alles laut mitreden. Auswendig lernen – kein Problem & nach gefühlten 20 Küchenproben wurde ich zur Souffleuse ernannt. Nur eines fand ich dann nicht so toll als Kind. Die Kostüme durfte ich meistens vorab nicht sehen. Heißt – bei einer der letzten Küchenproben im Hanfland war dann die Türe immer zu. Da blieb mir nur eine Möglichkeit, mein Kinderauge an das kalte Schlüsselloch der Schlafzimmertüre zu drücken und dort „güggla“. Meine Mum und ich, wir haben schon auch Theater gespielt, aber mehr dann zuhause und nur für uns – in der Küche und am liebsten mit vorgezogenen Vorhängen beim „Strassenfenster“. Dazwischen stürmte immer wieder eine von uns beiden auf WC, weil wir uns vorlauter Lachen über uns selber fast in die Hosen machten. Und – by the way – das geht mir heute manchmal noch so mit dem Omile hihihihi. Und jetzt gibt es niemanden der an dieser Stelle besser passen würe, als dich liebe Katharina Domiter – sie schreibt auf ihrem Blog „hunga, miad, koid“ so, dass es mir beim lesen genau so geht: lesen, lachen, pipi UND – sie verhilft meinem Omile, wiedermal ERSTE zu sein.

Denn dann kam die Presse.

Und darüber hatten wir grad unlängst zuhause gesprochen. Omi, das ist eine Zeitschrift . „Na däs ischt a Illuschtrierte“. Ja eh, aber wir jungen Leut sagen dazu Zeitschrift. „Vrschtand i nid, warum? Wenns doch Illuschtrierte hoasst“. Ja, aber Zeitschrift kann man auch sagen dazu. „Ihr hond echt a Fröd dra, öü immr widr nöüe Wörtr ifalla z´lo für Züg wonas abr scho Wörtr git“. (quitiert wird der Satz mit der „Zeigefinger an die rechte Stirnhälfte klöpfelnden“ Handbewegung. Und dabei sagte sie kopfschüttelnd – eh schon wissen immer von der Mitte nach links – „a klä PlämPläm halt“. Da war ich mir dann nicht mehr so ganz sicher, was sie generell von den heutigen Zeitschriften hält. Denn eigentlich war mein Plan, ich ihr das „Blog schreiben“ so erkläre, dass es eine Art Zeitschrift im Computer ist. Wurscht, mir wird was anderes einfallen.

 

Die Reportage in der Illustrierten.

So, und jetzt kommts. Ein nächstes Mal ist sie ERSTE. Vor einigen Tagen wurde ich von  Katharina (Redakteurin bei WOMAN) gefragt, ob meine Omi wohl ein Statement abgeben würde zum Thema „was ist typisch für eine Frau“. Und ich war mir eigentlich schon zu diesem Zeitpunkt sicher, dass sie JA sagen würde. Aber – man weiss ja nie. Ich also – ok ich frag sie. Diese Dinge wollen immer gut durchdacht und vorbereitet sein. 1.Tag – Frage stellen, 2.Tag – Rückfragen beanworten und am 3.Tag gibts dann meistens die Antwort dazu. Das nimmt auch deshalb so viel Zeit in Anspruch, weil mein Omile sehr gründliche & genau ist. Sehr durchdacht, besonnen und überlegt. Ich fragte sie also : Omi, würdest du deine Meinung bei einem Interview preis geben, was für dich „typisch Frau“ ist? Das ganze würde dann in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift WOMAN gedruckt werden.

Die Vorbereitung.

Ich spürte die großen Augen regelrecht durch´s Telefon: Omile, hast du mich verstanden? Weisst du was ich meine? Sie drauf: „klar woass i wass´d moanscht, i bi jo nid blöd, nur alt“. Okeeee. Magst du dir mal Gedanken machen und wir hören uns morgen Früh wieder? „Oke“. Gut, dann wünsch ich dir einen schönen Abend und eine gute Nacht. „Oke“. Damit war ich mir dann ziemlich sicher, dass ich sie überfordert hatte. Tag 2 = guten Morgen Omile, hast du gut geschlafen? „Jo. Also zu deam Züg do… (ich musste mich zusammen reissen, dass ich nicht gleich los lachte, denn ich war mir ziemlich sicher, dass sie nicht viel geschlafen hatte, der Block den sie früher beim Gedichte schreiben immer parat hatte, auf ihrem Nachtkästchen gelegen war und sie saugut vorbereitet war) …erschtens amol hoasst des Reportasch und zweitens amol Illuschtrierte“. Ok, mein Damm war gebrochen – ich musste laut lachen und sie dann gleich drauf „und luschtig ischt des nid, i nimm des Züg richtig ernscht!“

 

Und dann kam die Erklärung.

Ihr Statement für die Reportage in der Illustrierten könne man nämlich gar nicht so allgemein sehen. Sie habe es angepasst an: die Frauen im Allgemeinen, auf sie persönlich und dann noch auf die jungen Frauen heutzutage. Ich war sprachlos & berührt.

Ich fands immer noch ein bisschen lustig, aber vielmehr fand ich es grossartig.

Denn wer von uns nimmt sich heutzutage schon die Zeit eine Meinung abzugeben zu einem Thema. Eine Meinung die nicht über den Kamm geschert für alle bzw. viele gilt, sondern eine die die gestellte Frage von mehreren Seiten abbildet. Wertschätzend und doch so sehr auf den Punkt gebracht formuliert. Mit so wahnsinnig viel Aussage zwischen den Zeilen.

Und es zerreisst mich vor Stolz. Keine Ahnung warum genau. So ein bisserl, wie auf sein Kind, das grad großartiges geleistet hat.

 

Wiedermal ist sie ERSTE.

Meine Mum hätt´das sicher nicht gemacht und ob ich das jemals machen werde, weiss ich nicht. Ist aber auch unwichtig. Hauptsache ich habe immer noch ihre aufgeregte Stimme im Ohr, als ich ihr vorhin sagte: Omile, du bekommst eine Illustrierte zugeschickt mit der Reportage bei der du auch erwähnt wurdest und sogar dein Foto abgedruckt ist. Ich glaube, hätte sie noch immer ihr schwarzes Moped und wüsste sie wo genau am Güterbahnhof Wolfurt die Post aus Wien angeliefert wird morgen früh, wäre sie vor Ort zur Stelle. Sicher ist – auf den Postler wartet sie in den nächsten Tagen sehnsüchtiger als auf mich kommende Woche. Und das ist gut so.

Mützle mi Omile – dine „proud“ Manu***

 

(Ach ja liebe WOMAN Illustrierte – und wenn die Hefterl jetzt innert ein paar Tagen ausverkauft sind – dann waren´s Omi´s Verehrer im Ländle, denn davon gibt es einige. Und von den Tantiemen dieser Ausgabe – falls es welche gäbe – geht sie dann sicher „Eiskaffee essen“ mit ihnen, ins Schlosscafe nach Hohenems)

4 Comments

  • Reply
    Claudia
    26. Oktober 2017 at 00:03

    I lieb d Stories über di und di Omile!!Witr so!!

    • Reply
      Manuela E.
      26. Oktober 2017 at 10:46

      merciii liebe Claudia !! 🙂

  • Reply
    Carola
    25. Oktober 2017 at 18:38

    GRENZGENIAL….wie du deine Omi beschreibst, kann man ganz genau fühlen wie sie sich fühlt….

    • Reply
      Manuela E.
      25. Oktober 2017 at 18:40

      Dankeschön – sie ist meine LieblingsHauptdarstellerin am Blog 🙂

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